©2002 Erich Stäblein • Am Lindenbrunnen 4 • Florstadt

Kloster Eberbach

Kloster Eberbach wurde im Jahre 1116 von Augustinern gegründet. Da das Kloster nicht prosperierte wurde es wurde es vom Erzbischof Adalbert von Mainz übernommen und im Jahre 1135 an den Zisterzienserorden, in Person an Bernhard von Clairvaux, übergeben. Mit den Zisterziensern blühte Kloster Eberbach auf und konnten Tochterklöster gegründet werden. So wurde Kloster Schönau bei Heidelberg im Jahr 1142, Kloster Otterberg in der Pfalz im Jahr 1144, Gottesthal bei Hocht bei Masstricht im Jahr 1155 und schließlich Kloster Arnsburg im Jahr 1174 in der Wetterau gegründet.

Bauabschnitte in Kloster Eberbach

Die Klosterkirche wurde unter Abt Ruthard im Jahre 1186 fertiggestellt. Die Klosterklausur wurde noch vor dem Jahre 1200 angeschlossen. Das Laienbrüderhaus wurde im Jahr 1200 erstellt. Das Klosterhospital wird für das Jahr 1220 benannt. Der Kreuzgang entstand im 13. bzw. 14. Jahrhundert. Der Kapitelsaal wurde in seiner berühmten Gestaltung 1345 fertig. Eine Zäsur für das Kloster wie für das ganze Land bildete der 30-jährige Krieg von 1618 bis 1648. Die Schweden nahmen im Jahre 1631 Kloster Eberbach ein. Im Verlaufe der schwedischen Besetzung gingen Möbel, die bestehende Bibliothek und viele Kunstgegenstände verloren. Schließlich fand die Bautätigkeit im Kloster im 18. Jahrhundert ihr Ende mit dem im Barockstil erneuerten Refektorium.

Im Jahre 1803 wurde das Kloster Eberbach im Zuge der Säkularisation in den Besitz des Herzogtums Nassau übergeben. Seit dieser Zeit wird das Kloster nicht mehr von Mönchen genutzt.

 

Die Kirche des Klosters Eberbach.
Blick vom Kapitelsaal auf die gegenüber liegende Seite des Kreuzganges im Innenhof des Klosters.
Das Fachwerk in seiner schönen Struktur.
Das Fenster im Kapitelsaal mit seinem Ausblick auf den Kreuzgang. Der ursprüngliche Kreuzgang ist nur noch zur Hälfte vorhanden. Im Bild zu sehen ist der Ansatz der ursprünglich vorhandenen Bögen des Kreuzganges.
Der Kapitelsaal in seinen bestimmenden Anteilen seiner Architektur.
Das Dormitorium. Hier wurde im Film 'Der Name der Rose' die Bibliothek dargestellt.
Das Dormitorium in seiner Längsausdehnung. Wunderbar ist die optische Täuschung im Dormitorium. Die Saalhöhe scheint gleichbleibend. Allerdings ist in der perspektivischen Verkürzung die abnehmende Saalhöhe versteckt. Des Rätsels Lösung: der Dormitorium-Boden steigt an! Prüfen Sie es vorort: die Höhe der mittleren Stützsäulen nimmt gegen das Saalende hin ab.
Die Kirche des Klosters Eberbach. Auch hier wurden Teile des Films 'Der Name der Rose' gedreht.
Details aus der Kirche.
Grabmäler, die wohl bei den Mönchen auf ewig mit Gebeten bedacht werden sollten.
Kleine architektonische EIndrücke aus der Kirche.
Blick in den Kreuzgang des Klosters Eberbach.
Im ehemaligen Laienbrüderhaus sind die historischen Weinpressen des Klosters ausgestellt. Ursprünglich handelte es sich bei diesem Raum um den Speisesaal der Laienbrüder.
Im Refektorium sind die Wände vertäfelt und die Decken reich mit Stuck verziert. Im links dargestellten Bild wird die Gründungsfabel des Klosters dargestellt.
Ein Eber sprang aus dem Wald und zeichnete mit seinen Hauern die Umrisse des zu gründenden Klosters in den Boden. Nachdem der Eber über einen Bach sprang, war auch der Name des Klosters vorgegeben.
EIn Blick in den Berühmten Weinkeller des Klosters Eberbach. Grundlage der wirtschaftlichen Stärke des Klosters war der im Umland betriebene Weinbau. In Kriegen wurde der Weinkeller immer wieder Objekt der Begierden. Auch von den Schweden erzählen einige entsprechende Annekdoten.
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